... und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünscht Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen, die Redaktion der DJV-news. Genießen Sie die Weihnachtsfeiertage und, sofern Sie nicht arbeiten müssen, die Zeit zwischen den Jahren. Tanken Sie Kraft, denn das Jahr 2026 dürfte für Journalistinnen und Journalisten nicht weniger herausfordernd werden als 2025. Der DJV steht auch im neuen Jahr fest an Ihrer Seite, versprochen.
Die nächste Ausgabe der DJV-news erscheint wegen der Weihnachtsfeiertage erst am Freitag, den 2. Januar 2026.
Das Landgericht Hamburg hat am heutigen Freitag für die Rechercheplattform Correctiv entschieden. Angegriffen wurden Textpassagen aus der Berichterstattung über das Geheimtreffen in Potsdam im November 2023. Mit juristischen Attacken gegen einzelne Formulierungen sollte offenbar der Correctiv-Bericht insgesamt unglaubwürdig gemacht werden. Der DJV wertete das Urteil als Sieg für die Pressefreiheit.
Mit deutlichen Worten hat der DJV die Einstufung der Deutschen Welle als "unerwünschte Organisation" durch die russische Generalstaatsanwaltschaft kritisiert. "Das ist ein weiterer abschreckender Beweis für das gestörte Verhältnis von Wladimir Putin und seinem Regime zur Presse- und Meinungsfreiheit", sagte DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster. Die russische Generalstaatsanwaltschaft hatte zuvor die Deutsche Welle als "Vorreiter feindlicher antirussischer Propaganda" bezeichnet. Seit März 2022 gilt die DW als "ausländischer Agent". Mit dem Vorgehen der Behörden gegen den deutschen Auslandssender stehen Kontakte russischer Bürger zu DW-Journalisten unter Strafe. Auch die Weitergabe von Informationen an den Sender kann mit drakonischen Strafen geahndet werden.
In nur einer Woche haben 125.000 Menschen die Petition der Initiative Save Social für den Ausstieg der Bundesregierung aus dem Netzwerk X unterzeichnet. Das Bündnis kritisiert, dass die Bundesregierung Informationen und Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern zum Teil nur auf X anbiete. Wer mitreden will, muss einen eigenen X-Account besitzen.
Unseco klagt über weniger Presse- und Meinungsfreiheit
Foto: Shutterstock
Die Presse- und Meinungsfreiheit hat sich in den vergangenen Jahren nach einem Bericht der UN-Kulturorganisation Unesco weltweit deutlich verschlechtert. Der Freedom of Expression Index ist demnach zwischen 2012 und 2024 um zehn Prozent gefallen. Zugenommen haben Einschränkungen der Medien durch Regierungen etwa in Form von digitaler Überwachung. Die Folge: Selbstzensur hat stark zugenommen. Medienschaffende vermeiden zunehmend heikle Themen wie Korruption, Umweltverbrechen und Menschenrechte.
10 Milliarden Dollar - auf diese Summe hat US-Präsident Donald Trump die britische BBC verklagt. Anlass des Streits ist der Zusammenschnitt von Passagen einer Rede des Präsidenten vor dem Sturm auf das Kapitol in Washington durch die BBC. Für den handwerklichen Fehler hatte sich der Sender entschuldigt. Trump gehe es nicht um vermeintliche Gerechtigkeit, sondern nur darum, kritische Stimmen im Journalismus zum Schweigen zu bringen, sagte DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster. Die BBC müsse sich wehren und dürfe sich auf keinen Fall auf einen Deal mit Trump und seinen Anwälten einlassen. Denn Despoten und Autokraten in aller Welt würden ermutigt, ähnlich brutal gegen kritischen Journalismus vorzugehen.
Neues Angebot für Freie: der Mittags-Pitch des DJV
Wer als Freier die eigenen Ideen an die Frau oder den Mann bringen will, hat es meistens schwer. Die richtige Leitungsperson im richtigen Moment abzupassen und dann auch noch auf sich aufmerksam zu machen, ist eine Kunst. Anders ausgedrückt: Es gilt, seinen guten Pitch entsprechend zu platzieren. Dabei hilft der DJV-Bundesfachausschuss Freie mit einem neuen Online-Angebot: Ab 8. Januar gibt es den "Mittags-Pitch" des DJV. Immer am zweiten Donnerstag im Monat in der Zeit von 13 bis 14 Uhr können Freie ihre Ideen vorstellen. Kolleginnen und Kollegen helfen dabei. Ideen und Vorschläge sollten bis zwei Tage vor dem Termin an pitch@djv.de geschickt werden.
Wie verändern KI-Webbrowser wie die von Perplexity und OpenAI gerade das Internet? Wird Deutschland mit dem neuen Hochleistungsrechner "Jupiter" doch noch zur Supercomputing-Nation? Um bei der rasanten Entwicklung neuer Technologien noch durchzublicken, ist fundierter Journalismus gefragt. Deshalb prämiert das saarländische Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie in Zusammenarbeit mit dem Saarland Informatics Campus herausragende journalistische Beiträge über die Informatik. Einsendeschluss für den mit 5.000 Euro dotierten Preis ist am 16. Januar 2026.
Christian Nienhaus, ehemaliger Vorstand von Springer, wird nicht dem ZDF-Verwaltungsrat angehören. Am 12. Dezember scheiterte er in zwei Wahlgängen. Burkhard Uhlenbroich, Chefreporter der BILD, ist jetzt Editor at Large.
Jörg Wagner, Moderator des Radioeins-Medienmagazins, verabschiedet sich nach 30 Jahren in den Ruhestand. Seine Nachfolge tritt Teresa Sickert an, die bisher unter anderem bei Deutschlandfunk Kultur moderiert.
Philipp Holstein, bisher stellvertretender Leiter des Kulturressorts der Rheinischen Post, wird am 1. Februar 2026 Ressortleiter Kultur bei dem Blatt. Er folgt auf Lothar Schröder, der der RP als Autor erhalten bleibt.
Tim Röhn, bisher Leiter des Ressorts Investigativ & Reportagen der Welt, übernimmt als Senior Editor die operative Leitung des Axel Springer Global Reporters Networks. Er folgt auf Klaus Geiger.
Robin Alexander, Vize-Chefredakteur der Welt, und die Co-Herausgeberin von The Pioneer Dagmar Rosenfeld machen sich im Januar mit ihrem Podcast Machtwechsel selbständig.
Robert Emich, Chefredakteur von Premium Quarterly, verlässt das Magazin zum Jahresende. Mitgründerin Stephanie Neureuter übernimmt seine Aufgaben.
Zitat der Woche
"Ich publiziere auch nicht auf Russia Today – warum soll ich es auf der Plattform eines offenen Faschisten tun, der den Hitlergruß zeigt, die EU vernichten will, massenhaft Fake News verbreitet und X zu einer politischen Propaganda-Orgel umbauen möchte?", begründet ORF-Moderator Armin Wolf seinen Rückzug von X
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V.i.S.d.P.: Mika Beuster
Redaktion: Hendrik Zörner (verantw.)
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