Urlaub muss sein, auch für Journalistinnen und Journalisten. Deshalb entfällt die nächste Ausgabe dieses Newsletters am 23. Januar. Die DJV-news erscheinen wieder am 30. Januar 2026. Und dann auch wieder wie gewohnt wöchentlich.
Das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) feiert ein rundes Jubiläum: Im Januar 2006 trat es in Kraft und ermöglicht seitdem Bürgern und Journalisten den Zugang zu Informationen von Behörden. In vielen Fällen mussten jedoch erst Gerichte entscheiden, ob die gewünschten Informationen herausgegeben werden müssen. Deshalb hat der DJV jetzt einen Ausbau des IFG vom Gesetzgeber gefordert. Eine Integration des Umweltinformationsrechts und des Verbraucherinformationsgesetzes in das IFG oder ein neues Bundestransparenzgesetz stehen immer noch aus. Außerdem ist es mit dem IFG nicht gelungen, eine Transparenzkultur in den öffentlichen Verwaltungen zu schaffen.
Mit der Forderung nach einem Festbetrag von 350 Euro sind DJV und ver.di in die Tarifverhandlungen mit der Deutschen Presseagentur gegangen. Der neue Tarifvertrag soll eine Laufzeit von zwölf Monaten haben. Wesentliche Gründe für die Tarifforderung sind der Nachholbedarf der Beschäftigten aus den zurückliegenden Jahren sowie die gestiegene Arbeitsverdichtung durch geänderte Arbeitsabläufe und die Einführung neuer Redaktionssysteme. Die Geschäftsführung hat dem die schwierige Marktlage entgegengehalten. Ein Tarifangebot wurde noch nicht vorgelegt. Das soll beim zweiten Verhandlungstermin am 5. Februar nachgeholt werden.
Startschuss für Aktionstag "Zusammenhalt in Vielfalt"
Zusammen mit mehr als 20 weiteren Organisationen hat der DJV den Startschuss für den Aktionstag Zusammenhalt in Vielfalt der Initiative kulturelle Integration am 21. Mai gegeben. Damit sollen vielfältige Zeichen für den Zusammenhalt in der freien Gesellschaft gesetzt werden. Alle angemeldeten Aktionen sind ab sofort in einem Veranstaltungskalender einsehbar. Den Hintergrund für den Aktionstag bilden die 15 Thesen "Zusammenhalt in Vielfalt" der Initiative kulturelle Integration, die sowohl das gemeinsam erarbeitete Verständnis von kultureller Integration wie ihr Bekenntnis dazu wiedergeben.
Das European Centre for Press and Media Freedom (ECPMF) in Leipzig lädt zur Teilnahme an einer Studie zu Anfeindungen und Arbeitsbedingungen von Journalistinnen und Journalisten in Deutschland ein. Die Untersuchung, an der auch der DJV bteiligt ist, will ein fundiertes Bild der beruflichen Situation von Medienschaffenden in Deutschland gewinnen und Handlungsbedarfe im Bereich des Schutzes journalistischer Arbeit identifizieren. Die Teilnahme dauert etwa 10 Minuten.
67 Minuten beträgt die tägliche Nutzungsdauer des linearen Fernsehens durch die 14- bis 49-Jährigen im Durchschnitt. Das fand die AGF heraus. Im Vorjahr lag der Wert noch bei 79 Minuten. In der Gesamtbevölkerung über drei Jahren fiel die Sehdauer um 13 Minuten auf 158 Minuten.
Die Bild-Zeitung führt unangefochten das Zitate-Ranking von Media-Tenor an. Im vergangenen Jahr wurde das Blatt insgesamt 1.476 mal von anderen Medien zitiert - 102 mal häufiger als im Vorjahr. Auf dem zweiten Platz landete wie gehabt der Spiegel mit 924 Nennungen (-150). Den dritten Platz belegte das Handelsblatt mit 824 Zitaten, gefolgt von der New York Times.
Ein Termin, der für Freie 2026 bares Geld bringt, ist der 31. Januar. Urheber können der VG Wort in den Bereichen Hörfunk, Fernsehen, Sprachtonträger, Publikumszeitung und -zeitschrift, Fach- und Sachbuch sowie Fachzeitschrift und für die METIS-Sonderausschüttung ihre Werke über das Online-Service-Portal T.O.M. melden.
Kurz vor dem Start zu einem zweiwöchigen USA-Aufenthalt entzog die US-Botschaft in Deutschland einer Berliner Journalistin das Stipendium ohne Angabe von Gründen. Seitdem wird spekuliert, dass ihre Trump-kritische Berichterstattung der Grund für das Einreiseverbot gewesen sein kann. Der DJV hat das US-Außenministerium zur Aufklärung des Falles aufgefordert. Die Vergabe von Stipendien darf nicht von der Qualität der Berichterstattung abhängig gemacht werden.
Warum statt eines Praktikums bei der nächsten Zeitung oder Rundfunkanstalt nicht mal eine berufliche Zwischenstation im Ausland machen? Beim nächsten digitalen Stammtisch des DJV-Fachausschusses Zukunft am heutigen Freitagabend berichten vier junge Journalistinnen und Journalisten, wie Stipendien sie bei ihren Auslandsaufenthalten unterstützt haben. Wer sind wichtige Ansprechpartner? Was können Stipendiaten erwarten? In 60 Minuten gibt es die wichtigsten Infos. Die Teilnahme am Zoom-Call ist kostenlos.
Journalismus und PR: Wie klappt die Zusammenarbeit?
Wie arbeiten Journalisten und was sollten Pressesprecher beachten? Das will der "State of the Media"-Report auch dieses Jahr wieder herausfinden: An der weltweiten Umfrage zu den Herausforderungen journalistischer Arbeit können ausschließlich Journalisten noch bis zum 13. Februar anonym teilnehmen. Im vergangenen Jahr haben sich über 3.000 Journalisten die Zeit dafür genommen. Die Teilnahme soll etwa 15 Minuten dauern.
Der Media Forward Fund (MFF) startet am 9. Februar seinen vierten Fördercall in der Allgemeinen Förderlinie - mit der Chance auf eine Förderung von bis zu 400.000 Euro. Aus diesem Anlass findet am 3. Februar ab 12 Uhr ein Info- und Netzwerk-Event im Landesfunkhaus des MDR Thüringen in Erfurt statt. Ziel des MFF ist, die Medienvielfalt in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu stärken.
Vom 16. bis 20. April 2026 findet in Katowice (Kattowitz) das nächste deutsch-polnische Journalismus-Seminar statt. Zwanzig journalistisch Berufstätige aus beiden Ländern werden fünf Tage lernen und diskutieren. Thema diesmal: "Transformation in einer Krisenzeit". Gemeint sind die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen seit 1989. Aus Deutschland können sich zehn Personen beim DJV bewerben.
Helge Fuhst, Leiter der ARD-Tagesthemen-Redaktion, wechselt als Chefredakteur zur Welt. Dort löst er Jan Philipp Burgard ab, der aus gesundheitlichen Gründen zurücktritt.
Susann Reichenbach, Moderatorin des MDR Thüringen Journals sowie des MDR-Magazins "Kripo live", moderiert künftig auch die MDR-Sendung "Fakt ist!". Sie folgt auf Anja Heyde, die andere Aufgaben übernimmt. Arno Müller, Moderator des Berliner Radiosenders 104.6 RTL, hört nach fast 35 Jahren hinter dem Mikrofon auf. Programmdirektor des Senders bleibt er noch bis Jahresende.
Tanja Brandes, bisher Newsmanagerin in der Zentralredaktion der Rheinischen Post, wird zum 1. Februar Stellvertretende Ressortleiterin Kultur.
Zitat der Woche
"#Hetzefrei - heute ist Axel-Springer-freier Tag." Diesen Slogan klebten Aktivisten in der Berliner U-Bahn auf die Bildschirme des Fahrgastfernsehens "Berliner Fenster".
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