Der DJV hat die Redaktionen zu größter Sorgfalt im Umgang mit Künstlicher Intelligenz aufgerufen. Es darf in der Berichterstattung zu keiner Vermischung von journalistisch recherchierten Inhalten und KI-generiertem Content kommen. Bei der Flut an Videos und Fotos, auch zu zeitgeschichtlich bedeutsamen Ereignissen, ist die journalistische Einordnung die Leitplanke, an der sich die Menschen orientieren. Wenn dennoch Fehler gemacht werden, müssen sie schnell, umfassend und transparent korrigiert werden. Anlass ist die Panne beim ZDF-heute journal, wo versehentlich KI-generiertes Bildmaterial verwendet wurde. Details und weitere Informationen zur KI im Journalismus enthält das Positionspapier des DJV.
In einer Sondersitzung der Deutsche Welle-Gremien wurden Einsparungen in Höhe von 21 Millionen Euro beschlossen. Der Etat des deutschen Auslandssenders war von der Bundesregierung um 10 Millionen Euro gekürzt worden. Dazu kommen unausgeglichene Tarifsteigerungen aus der letzten Tarifrunde, so dass insgesamt ein Defizit von 21 Millionen entstanden ist. 160 Vollzeitstellen sollen gestrichen werden. Außerdem werden Programmangebote gestrichen oder reduziert. Der DJV hatte zuvor die Bundesregierung aufgefordert, ihre Zusagen aus dem Koalitionsvertrag umzusetzen und die Deutsche Welle strukturell zu stärken.
Neue verbrecherische Taktik im Krieg der Russen gegen die Ukraine: Vermehrt haben russische Kampfdrohnen Journalistinnen und Journalisten im Frontgebiet angegriffen. Nach ukrainischen Angaben kamen bisher 31 Medienschaffende ums Leben. Es ist geradezu pervers, dass die Westen mit der Aufschrift "press", die die Reporter eigentlich schützen sollen, sie zur Zielscheibe der Drohnenpiloten machen. Darüber berichtete jetzt die ARD-Tagesschau.
Mit einer aktiven Mittagspause haben am 19. Februar zahlreiche Kolleginnen und Kollegen bei der dpa ihre berechtigte Forderung nach einer angemessenen Entgeltsteigerung unterstrichen. Sowohl in Berlin als auch in mehreren Landesbüros machten die Beschäftigten unter dem Slogan "Fake News sind billig, Fakten haben ihren Preis" deutlich, dass belastbare Berichterstattung nicht zum Nulltarif zu haben ist. Der DJV und ver.di fordern in der aktuellen Tarifrunde eine Festbetragserhöhung von 350 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Das bisherige Angebot der Geschäftsführung ist hiervon weit entfernt. Die Verhandlungen gehen am 4. März in die dritte Runde.
Der DJV-Vertrieb musste auf Hochtouren arbeiten: Hunderte von Paketen an Betriebsräte und solche, die es noch werden wollen, brachte das kleine Team in der DJV-Geschäftsstelle in den letzten Tagen auf den Weg. Gefüllt sind die Pakete mit Material zur ordnungsgemäßen Durchführung der Betriebsratswahl im Betrieb. Mittlerweile dürften die meisten in den Betrieben angekommen sein. Wer noch Material benötigt, sollte sich umgehend bei der DJV-Geschäftsstelle melden.
Die Anmeldeliste ist geschlossen, und es gibt sogar eine lange Warteliste: Die dritte Edition des Deutsch-Polnischen Journalismus-Seminars (16. bis 21. April 2026 in Katowice/Kattowitz) ist auf rege Nchfrage gestoßen. Der DJV dankt für das hohe Interesse an seinem Angebot und wertet es als Zeichen für ein gewachsenes Interesse am Nachbarland im Osten. Institiutionen, die als Kooperationspartner bei diesem und anderen Projekten teilnehmen wollen, können sich gerne an den DJV wenden, damit diese Angebote weiter bestehen können.
Die Jury des deutsch-tschechischen Journalistenpreises hat in einer Erklärung ihre Sorge um die politische Entwicklung in Tschechien zum Ausdruck gebracht. Grund sind die wachsenden Behinderungen kritischer Journalistinnen und Journalisten in dem Land. Wörtlich heißt es: "Als Mitglieder der Jury des Deutsch-tschechischen Journalistenpreises verurteilen wir derartige Bestrebungen als Angriffe auf die Pressefreiheit. Zugleich fordern wir die politisch Verantwortlichen in Tschechien und Deutschland auf, kritischen und an gemeinsamen europäischen Werten orientierten Journalismus auch künftig nicht zu behindern. Vielmehr gilt es, die Freiheit des Wortes in beiden Ländern zu achten und zu bewahren." Der Jury gehört die stellvertretende DJV-Bundesvorsitzende Anne Webert an.
Der Bayerische Journalisten-Verband hat an die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern appelliert, sich nicht aus der Finanzierung des Evangelischen Presseverbands für Bayern zurückzuziehen. "In einer Zeit, in der die Demokratie bedroht ist, muss die journalistische Orientierung und redaktionelle Unabhängigkeit des EPV erhalten bleiben", forderte BJV-Vorsitzender Harald Stocker. Zum Evangelischen Presseverband gehören der evangelische Pressedienst epd, das Sonntagsblatt sowie Angebote in Hörfunk, Fernsehen, Büchern, Internet und Social Media.
Um 0,3 Prozentpunkte ist der Frauenmachtanteil in den Führungsetagen deutscher Medien auf 37,5 Prozent zurückgegangen. Das hat der Verein Proquote ermittelt. Die meisten weiblichen Führungskräfte finden sich nach wie vor bei der taz (61,3 Prozent). Die Süddeutsche Zeitung folgt mit 52,7 Prozent auf Platz zwei. Schlusslicht im Ranking ist weiterhin die Welt mit 16,7 Prozent.
Der junge Branchentreff "#Durchstarten26", den der Fachausschuss Junge Journalist:innen (FA3J) im DJV NRW organisiert, wird am 14. März wieder ab 10 Uhr im Internationalen Begegnungszentrum (IBZ) der TU Dortmund stattfinden. Das Programm bietet einen spannenden Mix aus praxisnahen Themen, die für junge Medienschaffende besonders interessant sind. Für DJV-Mitglieder ist die Teilnahme kostenlos. Nichtmitglieder zahlen 9,90 Euro.
Das Programm für das Voices Festival in Florenz ist jetzt online zu finden. Die Veranstaltung bezeichnet sich als "erstes Festival des Journalismus und der Medienfreiheit". Unter den Organisatoren ist unter anderem die Europäische Journalisten-Föderation, in der auch der DJV Mitglied ist. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Veranstaltung setzt damit Maßstäbe gegenüber vielen anderen, oft teuren internationalen Veranstaltungen.
Jörg Manthey, Lokalsportredakteur beim Westfalen-Blatt, ist im Alter von 64 Jahren gestorben. Heide Oestreich, zuletzt als Referentin in der RBB-Hauptabteilung Kultur tätig, wird am 1. März Programmchefin von Radioeins und Radio3 beim RBB. Sie folgt auf Dorothee Hackenberg, die in den vorgezogenen Ruhestand eintritt.
Zitat der Woche
"Aber leider ist da bloß eine Leerstelle, eine sehr laute Leerstelle", beklagt ARD-Vorsitzender Florian Hager die mangelnde Unterstützung der Politik für die Öffentlich-Rechtlichen.
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