Der DJV hat zur Förderung des unabhängigen Journalismus aufgerufen, um die Medienvielfalt in Deutschland zu erhalten. In den Genuss einer solchen Förderung sollen Redaktionen kommen, die mit ihrer kontinuierlichen Berichterstattung einen unverzichtbaren Beitrag zur Information der Bürgerinnen und Bürger und damit zur politischen Willensbildung leisten. DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster wertet es als "publizistisches Alarmsignal", dass es in einer Metropole wie Köln künftig nur noch eine Zeitung geben wird: "Hier geht die Medienvielfalt den Rhein runter. Das darf sich andernorts nicht wiederholen." An ambitionierten Journalistinnen und Journalisten bestehe kein Mangel. Wenn sich gewinnorientierte Medienhäuser zurückziehen, müssten gemeinnützig organisierte Redaktionen eine Chance bekommen.
KI-Fakes in einem Bericht über die ICE-Migrantenjäger, falsche Schnittbilder über den CDU-Parteitag, Berichte über einen angeblichen Sozialschmarotzer in mehreren Sendungen: Fehler, die in Redaktionen passiert sind und die breit und zum Teil hitzig diskutiert werden. Der DJV hat deshalb dazu aufgerufen, noch mehr Sorgfalt als bisher auf die Recherche und die Überprüfung von Informationen zu legen. Das gilt insbesondere für Themen, die Social Media als Quelle haben. "Wir müssen alles dafür tun, dass Patzer die absolute Ausnahme bleiben", sagt DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster. Dafür ist eine ausreichende personelle Ausstattung der Redaktionen ebenso unverzichtbar wie die laufende Fortbildung der Journalistinnen und Journalisten.
Norbert Himmler bleibt Intendant des Zweiten Deutschen Fernsehens. Die Mitglieder des ZDF-Fernsehrats bestätigten ihn am 13. März mit großer Mehrheit in seinem Amt. "Für das ZDF kommt es jetzt darauf an, den Blick nach vorn zu richten und Europas größte Sendeanstalt zukunftssicher aufzustellen", sagte DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster. Dem ZDF als wichtige Stütze des öffentlich-rechtlichen Rundfunks komme dabei die Rolle zu, die journalistischen Angebote gegen Desinformation und staatliche Propaganda, etwa aus Russland, zu behaupten. Hier haben sich die Mainzer mit ihrem Langzeitprojekt "Ein ZDF für alle" bereits auf den Weg gemacht, den es fortzusetzen gilt.
Der Springer-Konzern ist eine Vereinbarung über den Erwerb der Telegraph Media Group, zu der die Zeitung Daily Telegraph gehört, eingegangen. Sofern die zuständigen britischen Behörden grünes Licht geben, zahlt Springer 575 Millionen Pfund in bar für das Medienunternehmen. Die, wie Springer in einer Mitteilung schreibt, "Institution des britischen Qualitätsjournalismus" soll weiter entwickelt und auf den US-amerikanischen Markt gebracht werden.
Die Rheinische Post aus Düsseldorf übernimmt alle Anteile der Westfälischen Medien Holding (WMH) und damit die Zeitungstitel Westfälische Nachrichten, Münstersche Zeitung, Westfalen-Blatt, Westfälisches Volksblatt sowie die Allgemeine Zeitung Coesfeld und die Lokalradios im Münsterland. In Münster geht damit eine mehr als 300 Jahre lange Verlagstradition zu Ende. Der DJV NRW hat den Erhalt der Arbeitsplätze gefordert.
Die Süddeutsche Zeitung beendet ihr Engagement auf der Plattform X von US-Milliardär Elon Musk. "Aus unserer Sicht macht die zunehmende Verrohung der Plattform einen konstruktiven öffentlichen Dialog nicht mehr möglich", hieß es zur Begründung. Der DJV ist bereits Ende 2024 bei X ausgestiegen und hat damals zur Nachahmung aufgerufen.
Bei Einsätzen ist sie oft als erste vor Ort und manchmal selbst im Fokus von Berichterstattung: die Polizei. Wie läuft der Austausch zwischen Polizei und Journalistinnen und Journalisten? Was macht einen professionellen Umgang aus? Und was sind typische Missverständnisse in der Arbeit zwischen Polizei und Presse? Auf diese und weitere Fragen gehen Stephanie Lage, Pressesprecherin bei der Polizeidirektion Kiel, und Matthias Arends aus der Pressestelle des Landespolizeiamts Schleswig-Holstein in der nächsten Ausgabe des DJV-Formats für Junge "60 Minuten Zukunft" am 16. März ein.
Der DJV Bremen schreibt den Bremer Fotopreis aus. Ziel ist, den Wert und die tragende Rolle des Bildjournalismus in der Berichterstattung und im Lokalen hervorzuheben und hauptberuflichen Journalistinnen und Journalisten die Möglichkeit zu geben, ihre Bilder einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Auszeichnung ist unterteilt in die Kategorien Politik, Land & Leute, Kultur, Wirtschaft und Sport. Pro Kategorie stehen 500 Euro Preisgeld bereit. Das "Pressefoto des Jahres" wird mit 1.000 Euro gesondert prämiert. Einsendeschluss ist am 15. April.
Fast 62 Prozent der Schweizer haben eine Initiative abgelehnt, die eine drastische Senkung der Rundfunkgebühr zum Ziel hatte. Von derzeit 335 Franken im Jahr sollte die Gebühr auf 200 Franken gesenkt werden. Für Unternehmen sollte der Rundfunkempfang kostenlos werden. In der Volksabstimmung am 8. März fand der Antrag jedoch keine Mehrheit.
Philippe Debionne, Chefredakteur der Berliner Zeitung, wird Vorsitzender der gemeinsamen Chefredaktion von Berliner Zeitung und Ostdeutscher Allgemeiner Zeitung. Dorian Baganz, Chefredakteur der OAZ, hat nach vier Wochen gekündigt. Neuer Chefredakteur der Berliner Zeitung wird der bisherige Stellvertreter Moritz Eichhorn. Kristian Blasel, stellvertretender Chefredakteur der Kieler Nachrichten, wird am 1. Mai Chefredakteur der Lübecker Nachrichten und Nachfolger von Rüdiger Ditz, der ausscheidet.
Dorothee Tschampa, zuletzt Kommunikatorin für Fresenius Medical Care, wechselt als Wirtschaftstredakteurin zur Börsen-Zeitung.
Sophia Schirmer ist jetzt Co-Ressortleiterin Deutschland des Spiegel. Bisher war sie stellvertretende Ressortleiterin.
Jens Meifert, Leiter der Kölner Stadtredaktion bei der Kölnischen Rundschau, wird innerhalb von KStA-Medien am 1. April Chefredakteur der Kölnischen Rundschau. Sein Vorgänger Raimund Neuß übernimmt andere Aufgaben.
Zitat der Woche
"Ich glaube, Du bist für diejenigen, die uns zerstören wollen, nur ein ›nützlicher Idiot‹. Du wirst benutzt, um uns zu schaden", schreibt ZDF-Personalrat Hubert Krech im Intranet an den Anonymus, der O-Töne aus der ZDF-Betriebsversammlung gestreut hat.
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V.i.S.d.P.: Mika Beuster
Redaktion: Hendrik Zörner (verantw.)
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