Der DJV gehört zu den Erstunterzeichnern des "Leipziger Appells zur Freiheit und Unabhängigkeit der Medien", der auf Initiative des MDR am 19. März veröffentlicht wurde. Darin wird die herausragende Rolle der Medien als Pfeiler der Demokratie betont und vor gegenwärtigen Gefahren durch KI und Extremismus eindringlich gewarnt. Die Unterzeichnenden sehen es als "ihre zentrale Aufgabe, die Freiheit und Unabhängigkeit der Medien und den freien Zugang zu Informationen aktiv zu schützen, Angriffe klar zu benennen und zurückzuweisen, jede Form politischer oder wirtschaftlicher Einflussnahme entschieden abzuwehren, Transparenz, Vielfalt und journalistische Integrität zu stärken, sowie die Medienkompetenz zu fördern".
Für den heutigen Freitag haben DJV und ver.di die fast 800 Beschäftigten der Deutschen Prese-Agentur (dpa) zum Warnstreik aufgerufen. Grund sind die festgefahrenen Tarifverhandlungen. Der DJV fordert rückwirkend zum Januar 2026 einen Festbetrag in Höhe von 250 Euro monatlich für die Beschäftigten und eine Gehaltssteigerung um 2,5 Prozent ab Januar 2027. Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit von 18 Monaten haben. Die dpa-Geschäftsführung bietet 110 Euro Festbetrag in 2026 und 2,5 Prozent ab Anfang 2027 bei 24 Monaten Laufzeit. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 27. März statt.
Der DJV hat sich solidarisch mit den Journalistinnen und Journalisten des US-Fernsehsenders CNN erklärt, dem womöglich der Verlust der Sendelizenz droht. Der DJV reagiert damit auf die Ankündigung von Brendan Carr, Chef der Medienaufsichtsbehörde, Sender, die "Falschmeldungen und Nachrichtenverzerrungen" verbreiteten, hätten nun "die Chance, ihren Kurs zu korrigieren, bevor ihre Lizenzverlängerungen anstehen". DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster sieht darin "eine unverhohlene Drohung gegen die kritische Berichterstattung von CNN über Amerikas Iran-Krieg". Völlig inakzeptabel sei auch die Behauptung von US-Präsident Donald Trump, Medien würden vom iranischen Machtapparat mittels Künstlicher Intelligenz erzeugte Fake-Bilder und -Videos sowie Falschbehauptungen verbreiten.
Der Sender Voice of America muss seinen Sendebetrieb wieder aufnehmen dürfen. Das hat ein US-Bundesrichter angeordnet. Die im vergangenen Jahr entlassenen rund 1.000 Beschäftigten des Senders sollen ihre Arbeitsplätze zurück erhalten. Die zuständige US-Medienaufsicht muss innerhalb einer Woche einen Plan zur Wiederaufnahme der internationalen Sendungen vorlegen. Gegen die willkürlichen Entlassungen im Sommer 2025 hatte es heftigen internationalen Protest, unter anderem vom DJV, gegeben.
Sie soll die unbeliebte Riesterrente ablösen: die sogenannte Förderrente, die jetzt ins Gesetzgebungsverfahren kommt. Doch anders als beim Vorgänger sollen Selbstständige nicht in die staatliche Förderung des neuen Altersvorgeinstruments einbezogen werden. Dagegen protestiert der DJV: "Die Regierungskoalition muss endlich mehr für die Altersversorgung der Selbstständigen unternehmen", fordert DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster. Ein ähnliches Ziel verfolgt eine Online-Petition beim Deutschen Bundestag. Wer etwas bewegen will, sollte hier unterschreiben.
Der taz-Panterpreis für zivilgesellschaftliches Engagement steht dieses Jahr unter dem Motto "Unabhängig, kritisch, resilient: Medien von unten". Er wird für unabhängige Medienprojekte wie freie Radios, Lokal- und Bürgermedien, Faktchecker-Initiativen, Projekte der Medienbildung an Schulen, Antifa-Webseiten, Gefängnis- und Studierendenzeitungen ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 29. März. Die zwei Gewinner erhalten je 5.000 EUR Preisgeld.
Die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen lädt zur Teilnahme am Wettbewerb "Wer zuletzt lacht… – Karikaturen-Wettbewerb für neue Altersbilder" ein. Gesucht werden Karikaturen, die sich satirisch mit einseitigen Altersbildern und Formen von Altersdiskriminierung auseinandersetzen. Einsendeschluss ist der 8. Mai. Eine unabhängige Jury vergibt 12 Preise im Gesamtwert von 30.000 Euro. Der Karikaturen-Wettbewerb wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert.
Hans Joachim Nöh, langjähriges Mitglied der Chefredaktion beim Hamburger Abendblatt, ist im Alter von 65 Jahren gestorben. Jörg Schönenborn, Programmdirektor des WDR, wird Mitte des Jahres Moderator der ARD-Tagesthemen. Heinrich Pfeiffer, freier Reporter für Radio Bremen, Deutschlandradio und NDR, wird Landeskorrespondent für Mecklenburg-Vorpommern beim Deutschlandradio.
Florian Schmidt-Sommerfeld, Sportjournalist bei Dyn, wird Handball-Kommentator für ran bei ProSiebenSat.1.
Georg Restle, seit 2012 Redaktionsleiter des ARD-Magazins Monitor, wird am 1. Juni Studioleiter der ARD in Nairobi. Er folgt auf Antje Diekhans, die in die Leitung der WDR-Auslandsabteilung in Köln gewechselt ist.
Moritz Döbler ist neuer Sprecher des Deutschen Presserats. Der Chefredakteur der Rheinischen Post folgt auf Manfred Protze, der künftig Vize ist.
Charlotte Morré, Head of Digital und Mitglied der Chefredaktion beim Handelsblatt, wird am 1. August Chefredakteurin von Tagesspiegel Background.
Dominik Jäger, Wirtschaftsredakteur beim Handelsblatt, wechselt in gleicher Funktion zur FAZ.
Zitat der Woche
"Dinge so erklären, dass sie nicht müde machen, dass sie nicht Kraft rauben, dass sie nicht hoffnungs- und mutlos machen", umreißt der künftige Tagesthemen-Moderator Jörg Schönenborn seine Aufgabe.
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