Der DJV hat Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) aufgefordert, das Projekt "nah:dran – Medien für alle" der Jugendpresse Deutschland zu erhalten. Anlass sind geplante Umstrukturierungen des Ministeriums im Bundesprogramm "Demokratie leben!" ab Anfang 2027. Davon ist auch das Projekt "nah:dran" betroffen. In Kooperation mit Jugendclubs und lokalen Initiativen werden hier junge Leute an Medien und Journalismus herangeführt. Die Jugendpresse Deutschland befürchtet das Aus des Projekts, wenn die Förderung durch das Familienministerium ausbleibt.
Der Deutsche Bundestag hat die von der Regierungskoalition vorgeschlagene Förderrente beschlossen. Sie soll die Riesterrente ablösen. Das neue Instrument der Altersvorsorge wird auch für Selbstständige gelten. Der DJV und andere Berufsorganisationen hatten sich dafür eingesetzt, den ursprünglich auf Angestellte begrenzten Personenkreis um Selbstständige zu erweitern - mit Erfolg.
Zwei von drei Medienschaffenden haben in den letzten 12 Monaten Anfeindungen oder Diffamierungen schon mindestens einmal erlebt. Das fand die Studie "Strapazierter Journalismus" des European Centre for Press & Media Freedom (ECPMF) heraus. In 78,6 Prozent der Fälle kamen die Übergriffe aus dem rechtsextremen Milieu. Lediglich eine Minderheit von 23,9 Prozent der Befragten gab an, dass Strukturen und Maßnahmen in ihrem Arbeitsumfeld eingeführt wurden, um mit Anfeindungen umzugehen. Der DJV hat deshalb die Medienarbeitgeber aufgerufen, Journalistinnen und Journalisten aktiver als bisher gegen Anfeindungen und Diffamierungen zu schützen.
Erneut sind im thüringischen Fretterode Journalisten angegriffen worden. Nach Polizeiangaben wurden drei Reporter am 25. März bei Dreharbeiten vor dem Anwesen des Rechtsextremisten Thorsten Heise verletzt. Bereits vor acht Jahren waren Journalisten bei einer Recherche in Fretterode von bekannten Rechtsextremisten angegriffen und verletzt worden. Es dauerte fast vier Jahre, bis es zum Prozess kam. Das Urteil war eher milde und wurde vom Bundesgerichtshof aufgehoben. "Angriffe auf Journalistinnen und Journalisten empfinden einige inzwischen offensichtlich als normal", so die stellvertretende DJV-Vorsitzende Mariana Friedrich. "Dabei können sich Täter häufig absurderweise genau in dem Rechtsstaat sicher fühlen, den sie delegitimieren und bekämpfen."
Google testet in den USA die Verbesserung von Klickraten durch das Umschreiben von Überschriften. Das geschieht durch das KI-Tool Gemini von Google. Bislang ungeklärt sind dabei Urheber- und Haftungsfragen. Nach einem Bericht des Mediendienstes Meedia sollen bisher schon 70 Prozent der Titel in den Suchergebnissen verändert sein.
Israel, Gaza und die West Bank emotionalisieren nicht nur das Publikum, sondern auch Journalistinnen und Journalisten. Viele Berichterstatter fühlen sich überfordert, der komplexen Themenlage gerecht zu werden. Abhilfe will die Online-Podiumsdiskussion "Fakten statt Fronten" am 15. April schaffen, die der Verband Jüdischer Journalistinnen und Journalisten gemeinsam mit dem DJV veranstaltet. Unter der Moderation des DJV-Bundesvorsitzenden Mika Beuster diskutieren Jörg Gehrke, Historiker und unabhängiger Medienkritiker deutschsprachiger Israelberichterstattung, Katja Garmasch, freie Journalistin und Vorstandsmitglied des Verbandes Jüdischer Journalistinnen und Journalisten, sowie Susanne Stephan, Vorsitzende des Verbandes Jüdischer Journalistinnen und Journalisten, über gute Berichterstattung im Nahostkonflikt. Die Teilnahme ist nach der Anmeldung (s.u.) DJV-Mitgliedern vorbehalten.
Der DJV Hessen veranstaltet im April wieder den Hessischen Jungjournalistentag. Jährlich bringt er Nachwuchstalente mit hochkarätigen Referentinnen und Referenten aus Journalismus, Chefredaktionen, Presse sowie dem Bildungsbereich zusammen. Den Auftakt bildet am 25. April in Frankfurt/Main eine Keynote zur Krisen- und Kriegsberichterstattung. Oliver Mayer (WDR) wird Einblick in die Berichterstattung aus Afghanistan und der Ukraine sowie zur Flutkatastrophe in Pakistan geben. Neben der Keynote erwartet die Teilnehmenden ein Talk mit dem Titel "Haltung, Objektivität, Meinung im Journalismus!?" sowie ein vielfältiges Workshop-Programm - von KI im Journalismus über Fußballberichterstattung und Diversity bis hin zu Podcast, Social Media und dem Einstieg in den Journalismus.
Der Bayerische Journalisten-Verband schreibt den bundesweiten Wettbewerb zum Tag der Pressefreiheit aus. Dieser wird in den Kategorien Video/TV, Audio/Hörfunk und Text/Multimedia vergeben, zudem gibt es den Sonderpreis "Junger Journalismus". Die Sieger erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro. Außerdem sucht der BJV eine bayerische Journalistin oder einen bayerischen Journalisten des Jahres und vergibt erstmals gemeinsam mit dem Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband einen Preis für Schülermedien. Einsendeschluss ist am Dienstag, 7. April 2026.
Katja Fischborn, Chefredakteurin von selbst.de, übernimmt zusätzlich die Chefredaktion des Printmagazins Selbst ist der Mann. In dieser Funktion löst sie Nils Staehler ab, der nach 25 Jahren in den Ruhestand geht.
Tobias Kollig, Reporter und Moderator bei RTL News, wechselt am 1. April als Pressesprecher zur Stadt Solingen.
Marvin Fischer, Moderator beim Hessischen Rundfunk, wird ab Juli zusätzlich Moderator der ZDF-Sendung Hallo Deutschland.
Jochen Gaugele, stellvertretender Chefredakteur der Funke-Hauptstadtredaktion, wechselt am 1. August als Stellvertreter des Chefredakteurs zum Kölner Stadt-Anzeiger.
Björn Dake, Korrespondent im ARD-Hauptstadtstudio, wird Anfang April Leiter des ARD-Studios Tel Aviv und Nachfolger von Christian Limpert, der planmäßig zum Bayerischen Rundfunk nach München zurückkehrt. Dort wird er Chef der zentralen BR-Redaktion Auslandsstudios.
Martin Murphy, Leiter des Investigativressorts bei Bild, wecshelt im Juni als Senior Editor zu Correctiv.
Annika Grah, Mantelchefin bei Stuttgarter Nachrichten und Stuttgarter Zeitung, wird Anfang Mai Leiterin des gemeinsamen landespolitischen Büros von Südwest Presse, Badischen Neuesten Nachrichten, Badischer Zeitung und Südkurier in Stuttgart.
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