Die Redaktion der DJV-news wünscht allen Leserinnen und Lesern schöne Osterfeiertage - möglichst ohne Redaktionsdienst und mit viel Freizeit zum Entspannen, Reisen und Erholen! Die nächste Ausgabe der DJV-news erscheint wieder wie gewohnt freitags: am 10. April.
Durchschnittlich 6,5 Prozent mehr bei 24 Monaten Laufzeit: So sieht der Tarifabschluss aus, den DJV und ver.di am 27. März mit der dpa-Geschäftsführung vereinbarten. Danach werden die Gehälter ab dem 1. April um 110 Euro und ab dem 1. Juli um weitere 90 Euro erhöht. Ab 1. Juli 2027 folgt eine weitere Erhöhung um 2,5 Prozent. Volontärinnen und Volontäre erhalten rückwirkend ab 1. März monatlich 200 Euro mehr. Ab 1. Juli 2027 steigen ihre Gehälter um weitere 2,5 Prozent. Der Tarifvertrag hat eine 24-monatige Laufzeit bis Ende 2027. Dem Tarifabschluss war ein eintägiger Warnstreik vorausgegangen - der erste ganztägige Streik in der Geschichte der dpa.
Klare KI-Regeln bei Öffentlich-Rechtlichen gefordert
Foto: Family Stock
Die Arbeitsgemeinschaft der Redakteursausschüsse von ARD, ZDF, Deutschlandradio und Deutscher Welle (AGRA) fordert klare Regeln und Schutz für die Journalistinnen und Journalisten beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Arbeitsalltag. Über die bei den Sendern bereits bestehenden KI-Regelungen und Transparenzkriterien hinaus sind konkrete Maßnahmen und Werkzeuge notwendig, um zum Beispiel KI-generiertes Material zu verifizieren. Neben Schulungen und einer fachbezogenen Ausbildung braucht es aber vor allem auch Personal.
Der Berliner Privatradiosender 104.6 RTL kooperiert mit der Organisation Hate Aid gegen digitale Gewalt. Der Sender will nicht länger nur über das brisante Thema berichten, sondern den Hörerinnen und Hörern auch Service bieten: "Weil viele Betroffene oft gar nicht wissen: Wohin kann ich mich eigentlich wenden? Wer hilft mir da? Die nicht nur reden, sondern wirklich helfen. Beratung, Unterstützung… genau das, was man in so einer Situation braucht", schreibt 104.6 in eigener Sache. Mit zwei Radiospots weist der Sender auf Hate Aid als Hilfseinrichtung gegen Gewalt im Netz hin. Hate Aid war einer breiten Öffentlichkeit erst vor Kurzem durch die US-Einreiseverbote gegen die Geschäftsführerinnen Josephine Ballon und Anna Lena von Hodenberg bekannt geworden.
Der Satiriker Sebastian Hotz alias El Hotzo ist am 27. März vor dem Kammergericht Berlin endgültig freigesprochen worden. Das Gericht hat nach kurzer Verhandlung die Revision der Staatsanwaltschaft gegen ein Urteil des Amtsgerichts Tiergarten zurückgewiesen, das im vergangenen Jahr für die Freiheit der Satire entschieden hatte. El Hotzo hatte sich in einem Posting ironisch mit dem Attentat auf den damaligen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump auseinandergesetzt und war deshalb angeklagt worden. Mit dem Freispruch wollte sich die Staatsanwaltschaft jedoch nicht abfinden. Sie beantragte eine Geldstrafe von 6.000 Euro gegen Hotz.
Rund um die Kommunalwahlen in Serbien am 29. März registrierte die Europäische Journalisten-Föderation (EFJ) Gewaltexzesse gegen Journalisten. In insgesamt zehn Kommunen machten Unbekannte Jagd auf Reporter und verletzten diese zum Teil schwer. Darüber hinaus wurden Kameras und Smartphones von Journalisten beschädigt oder zerstört. Vorausgegangen waren den Übergriffen Verleumdungskampagnen staatlicher Stellen gegen kritische und unabhängige Medien. Die EFJ ruft die Strafverfolgungsbehörden auf, die Täter zu suchen und zu verhaften.
Anja Reich-Osang, Chefreporterin der Berliner Zeitung, verlässt nach 30 Jahren das Blatt. Auch Reporterin Wiebke Hollersen kehrt der Zeitung den Rücken.
Jonathan Greenberger, Vice Executive President bei Springers Politico, steigt am 1. Mai zum globalen Chefredakteur auf. Er folgt auf John Harris, der künftig als Chairman fungiert.
Benjamin Piel ist jetzt alleiniger Chefredakteur des Weser-Kurier. Er folgt auf Silke Hellwig, die in den Rubestand geht. Piel ist seit Anfang 2025 in der Chefredaktion des Blattes.
Zitat der Woche
"Es sollte sich jeder vorauseilende Gehorsam verbieten", schreibt Medienjournalist Stefan Niggemeier dem ZDF im Zusammenhang mit US-Sanktionen ins Stammbuch.
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