1.000 Euro Entlastungsprämie sollen Arbeitgeber ihren Angestellten steuer- und abgabenfrei zahlen können, hat die Bundesregierung beschlossen. Und die Selsbstständigen? Gehen nach den Plänen der Regierung leer aus. Das letzte Wort hat der Deutsche Bundestag, der den Vorschlag in Gesetzesform gießen muss. Deshalb hat der DJV an den Gesetzgeber appelliert, die Entlastungsprämie auf feste Freie auszudehnen. Für alle anderen Freien soll es Steuersenkungen oder eine Energiepauschale geben, die zusätzlich zu den anderen Ausgaben abgesetzt werden kann. Die Teilnahme an Rechercheterminen ist für Freie in vielen Fällen ohne ein eigenes Auto nicht möglich. Jeder zusätzliche Cent für Sprit schmälert ihre Einkommen.
Der DJV Sachsen-Anhalt übt scharfe Kritik am "Regierungsprogramm", das die AfD Sachsen-Anhalt am vergangenen Wochenende verabschiedet hat. Dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk wird jegliche politische Neutralität und Ausgewogenheit abgesprochen. Die Medienanstalt Sachsen-Anhalt soll nach dem Willen der AfD ihre Finanzierung verlieren und künftig aus dem Landeshaushalt gespeist werden. Projekte wie das freie Radio Corax geraten unmittelbar unter Druck. Stattdessen ist #deutschdenken angesagt, Förderung gäbe es dann nur bei "patriotischer Grundhaltung" – ein Kriterium, das mit journalistischer Unabhängigkeit unvereinbar ist. "Das ist ein Paradigmenwechsel. Weg von staatsfernen Medien, hin zu einem System, in dem politische Einflussnahme strukturell angelegt ist", kritisiert Theo M. Lies, Vorsitzender des DJV Sachsen-Anhalt.
Beim Privatsender RTL gibt es in diesem Jahr keine Gewinnbeteiligung für die Beschäftigten. Das teilte die Geschäftsführung intern mit. Die Voraussetzung für eine solche Beteiligung, eine Umsatzrendite von mindestens sechs Prozent, sei nicht erfüllt. Die Gewinnbeteiligung machte in guten Jahren bis zu eineinhalb Bruttomonatsgehälter aus. Die Entscheidung sorgt bei den RTL-Mitarbeitern für Frust und Ärger.
Haushoch hat die Partei Tisza mit Spitzenkandidat Peter Magyar am 12. April Ungarns Langzeitpremier Viktor Orbán geschlagen. Wenige Stunden nach dem Wahlsieg forderte Magyar die Führung der staatlichen Medienaufsicht zum Rücktritt auf. Die Behörde, die von Orbans Fidesz-Partei geschaffen worden war, ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk in dem Land auf Regierungslinie getrimmt wurde. Der DJV ermutigte Magyar zu weiteren entschlossenen Schritten, um die Presse- und Rundfunkfreiheit in Ungarn wiederherzustellen.
Deutsch-polnisches Journalistentreffen hat begonnen
Foto: Michael Hirschler
25 deutsche und polnische Journalistinnen und Journalisten treffen sich seit dem 16. April im polnischen Kattowitz. Das Oberthema: die Transformation der Region. Das deutsch-polnische Journalismusseminar des DJV unter der Leitung von Ex-ZDF-Chefredakteur Peter Frey findet nunmehr zum dritten Mal statt. Es dauert noch bis kommenden Dienstag.
Weil sie 10 Prozent ihrer bisherigen Einnahmen einsparen will, plant die britische BBC die Streichung von bis zu 2.000 Stellen. Auch die Abschaffung ganzer Kanäle oder Dienste ist nicht ausgeschlossen. Britische Gewerkschaften warnen vor einem drohenden Qualitätsverlust, sollte es zu dem massiven Personalabbau kommen. Bisher arbeiten bei der BBC mehr als 21.000 Beschäftigte.
US-Präsident Donald Trump hat erneut eine Schlappe vor Gericht hinnehmen müssen. Ein Bezirksgericht im Bundesstaat Florida wies seine Klage gegen das Wall Street Journal (WSJ) wegen Verleumdung vorläufig ab. Trump habe nicht plausibel darlegen können, dass die Zeitung mit der Veröffentlichung eines Gratulationsschreibens an den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in "böswilliger Absicht" gehandelt habe, monierte das Gericht. Die Klage habe bestimmte Kriterien zudem "bei weitem" nicht erfüllt. Das WSJ hatte von einem angeblichen Glückwunschschreiben an Epstein zu dessen 50. Geburtstag im Jahr 2003 berichtet, das den Namen Trumps trägt. Die Zeitung stellte so eine weitere Verbindung zwischen den beiden her. Trump hatte auf 10 Milliarden Dollar Entschädigung geklagt.
Der Bayerische Journalisten-Verband lädt für den 7. Mai in München zum Fortbildungs- und Networking-Event für alle, die an der Journalismus-Ausbildung beteiligt sind. Für Ausbilder bietet eine Konferenz Diskussionen um Best Practices in der Lehre. Für Volontäre, Auszubildende, Studierende und junge Journalistinnen und Journalisten gibt es ein umfassendes Workshop-Programm mit kompaktem Know-how, um im Journalismus durchzustarten. Kolleginnen und Kollegen aller Landesverbände sind ebenso wie Nichtmitglieder herzlich eingeladen. Mitglieder von BJV und DJV erhalten 50 Prozent Rabatt auf den Ticketpreis, zusätzlich gibt es bis zum 21. April 20 Prozent Early-Bird-Rabatt.
Helene Bubrowski, Co-Chefredakteurin von Table Briefings, wird Herausgeberin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Sie folgt auf Gerald Braunberger, der im September in den Ruhestand geht. Georg Heil, Redaktionsleiter des ARD-Magazins Kontraste, wird Chefredakteur des RBB. Er folgt auf den vor einem Jahr zurückgetretenen David Biesinger.
Miriam Hollstein, Politik-Chefreporterin des Stern, wechselt im Juni als stellvertretende Ressortleiterin Politik zur Bild-Zeitung.
Leonore von Papp, Head of Content, Reichweite & Analytics beim Deutschen Landwirtschaftsverlag, wechselt am 1. Mai als Mitglied der Chefredaktion zur Automobilwoche.
Daniel Schnettler, Ressortleiter Unternehmen und Kapitalmarkt bei der Börsen-Zeitung, rückt zum stellvertretenden Chefredakteur auf.
Zitat der Woche
"Perfektion im Journalismus existiert so wenig wie in den meisten anderen Bereichen", sagt Tanit Koch, frühere Chefredakteurin von BILD.
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