USA: Journalisten wurde G20-Akkreditierung verweigert
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Mehreren Journalisten wurde die Akkreditierung zum G20-Finanzministertreffen in Asheville (North Carolina/USA) verweigert. Vom Bann der US-Regierung waren u.a. Reporter der New York Times, des Wall Street Journals sowie der Agentur Bloomberg betroffen. Eine konkrete Begründung für die Ablehnungen nannte das US-Finanzministerium nicht. Der DJV forderte Vizekanzler Lars Klingbeil auf, sich für die Akkreditierungen kritischer Medien einzusetzen: "Heute trifft der Bann von US-Präsident Donald Trump kritische Leitmedien aus den USA, morgen womöglich internationale Berichterstatter", so DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster.
Am Sonntag, 6. September, wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Die AfD hat für den Fall eines Wahlsiegs respektive einer Regierungsübernahme angekündigt, die Rundfunkstaatsverträge zu kündigen. Konkret betrifft das für Sachsen-Anhalt vor allem den MDR-Staatsvertrag. Die DJV-Landesverbände Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen warnen in einer gemeinsamen Erklärung vor den Folgen einer Aufkündigung des Staatsvertrags. Gemeinsam schreiben die drei DJV-Landesvorsitzenden Anja Neubert, Theo M. Lies und Heidje Beutel: "Öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist kein Rundfunk der Regierung und kein Verlautbarungsorgan von Parteien. Er gehört der demokratischen Öffentlichkeit. Seine Unabhängigkeit zu schützen heißt, freie Information und freie Meinungsbildung zu sichern. Vor der Wahl muss klar sein, worüber nach der Wahl entschieden werden könnte: über die künftige Rundfunkordnung in Sachsen-Anhalt und über Strukturen, Arbeitsplätze und journalistische Angebote."
Der DJV hat die Polizei aufgefordert, die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten am Tag der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt konsequent zu schützen. "Angesichts zunehmender Aktivitäten extremistischer YouTuber und Blogger im Vorfeld der Wahl muss die Polizei sicherstellen, dass Medienschaffende ungehindert berichten können. Der DJV erwartet eine tragfähige Einsatzstrategie zum Schutz der Pressefreiheit", sagt DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster. Die Polizei soll an Absperrungen und Zugangskontrollen den von der Innenministerkonferenz anerkannten bundeseinheitlichen Presseausweis als Nachweis journalistischer Tätigkeit akzeptieren.
DJV unterstützt Petition für Medienvielfalt und -freiheit
Foto: CORRECTIV
Der DJV unterstützt als einer der Erstunterzeichner eine von CORRECTIV initiierte Petition für Pressefreiheit und Medienvielfalt. Darin wird die Bundesregierung aufgefordert, freie Medien und unabhängigen Journalismus besser zu schützen. Dazu wurden drei Kernforderungen formuliert. Neben dem DJV und weiteren Verbänden haben sich binnen weniger Tage 7.000 Unterstützinnen und Unterstützer der Petition angeschlossen.
Auftakt zur Tarifrunde bei der Deutschen Welle: Am Donnerstag, 3. September, fand die erste Verhandlungsrunde in Bonn statt. Der DJV ist mit einer Forderung nach sieben Prozent mehr Einkommen bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten in die Gespräche gestartet. Die Vergütung der Auszubildenden soll nach Auffassung des DJV monatlich um 200 Euro erhöht werden, die der Volontärinnen und Volontäre um 250 Euro. DJV-Verhandlungsführer Christoph Brill wünscht sich von der Geschäftsführung des deutschen Auslandssenders zügige und konstruktive Tarifverhandlungen. Die nächste Verhandlungsrunde ist für 29. September terminiert.
DJV, ver.di und unisono haben sich nach sieben Verhandlungsrunden mit dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) auf einen neuen Tarifvertrag verständigt. Für Festangestellte, Freie und Auszubildende steigen die Gehälter und Honorare bei einer Laufzeit von 35 Monaten in drei Stufen: Rückwirkend zum 1. April erhalten die Beschäftigten 1,23 Prozent mehr Geld; in den kommenden beiden Jahren wachsen die Gehälter um 2,5 bzw. 2,0 Prozent. Der Einigung gingen zehn Warnstreiktage voraus.
Für die bislang tariflose Tochter MV Media der Ostsee-Zeitung (OZ) gibt es nun einen Haustarif. Mehr als ein Jahr lang haben DJV und ver.di gemeinsam mit der OZ-Geschäftsführung verhandelt, um den Abschluss zu erzielen. Die Vereinbarung sorgt bei den meisten Redakteurinnen und Redakteuren für ein deutlich höheres Einkommen. Die Lücke zum Flächentarif, nach dem die Ostsee-Zeitungs-Redaktion bezahlt wird, ist kleiner geworden. Der Tarifvertrag kann frühestens zum 30. April 2028 gekündigt werden.
Der Bayerische Journalisten-Verband (BJV) schreibt den Wettbewerb Pressefoto Bayern zum 27. Mal aus. Neben dem Hauptpreis, dem Pressefoto des Jahres, gibt es Preise in sieben Kategorien mit Preisgeldern von insgesamt 10.000 Euro zu gewinnen. Junge Fotojournalistinnen und -journalisten bis 35 Jahre können ihre Arbeit zusätzlich für den Newcomer Award einreichen. Einsendeschluss ist der 5. Oktober.
Mehr Vertrauen in Social Media als in klassische Medien
Foto: picture alliance / Wolfgang Maria Weber
43 Prozent der Menschen in Deutschland haben mehr Vertrauen in Social Media-Posts als in klassische Medien. Besonders alarmierend: Bei Internetnutzern zwischen 20 und 49 Jahren liegt der Social Media-Anteil sogar bei mehr als der Hälfte. Dies geht aus dem "Social-Media-Atlas 2026" des Marktforschungsunternehmens Toluna im Auftrag der Beratungsgesellschaft PER Agency und dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung hervor.
Der Erfurter Christopher Street Day beschließt auch in diesem Jahr die Saison jener Paraden, bei denen der DJV Flagge zeigte. Der DJV Thüringen freut sich darauf, nach Sonnenberg einmal mehr ein Zeichen für Diversität zu setzen. Wer mit dabei sein möchte: Treffpunkt ist am Samstag, 5. September, um 12.45 Uhr am Domplatz. Erkennungszeichen: DJV-Logo.
Marvin Schade, Gründer und Chefredakteur von Medieninsider, sowie Mitgründer Matthias Bannert verlassen den Mediendienst. Medieninsider gehört seit 1. September zum Leipziger Auerbach Verlag. Neuer Chefredakteur ist Manuel Weis.
Werner Tewes verstärkt seit 1. September die Zentralredaktion der Börsen-Zeitung. Er kommt von der Lebensmittel-Zeitung, für die er seit 2016 als Redakteur tätig war.
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung sortiert ihre Wirtschaftsredaktion neu: Julia Löhr tritt die Nachfolge von Heike Göbel an, die in den Ruhestand ging. Löhr ist seit 2007 bei der FAZ und leitet nun das Berliner Wirtschaftsbüro. Chefvolkswirt wird Patrick Welter.
RadiomoderatorThorsten Schorn kehrt dem WDR nach 25 Jahren den Rücken.
Die NZZ Deutschland baut das Redaktionsteam aus: Hatice Akyün, Ruben Giuliano, Stefan Beutelsbacher und Kathrin Klette wechseln in die Berliner NZZ-Redaktion.
ChefredakteurinBettina Steinke verlässt Funke zum 1. September.
Zitat der Woche
"Ich weigere mich, zu glauben, dass der gesamte Osten so sein soll. So ist er nicht! Da müssen wir doch auch als Medien aufpassen, welches Bild wir da zum Teil zeichnen", warnt Talkmaster Markus Lanz.
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