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Der WDR hat sein Sparprogramm für die kommenden Jahre verkündet: Bis Ende 2027 sollen zahlreiche Programme gestrichen werden, darunter auch "Menschen hautnah", "Frau TV" und "WDR Story". Insgesamt sollen 76 Programmpunkte eingestellt werden, die laut WDR "ihre Zielgruppe nicht gut genug erreichen oder die nicht zu den strategischen Schwerpunkten des WDR gehören". Intendantin Katrin Vernau strebt eine Halbierung des bisherigen Programmportfolios bis 2030 an. Ab kommendem Jahr will der WDR außerdem jede dritte Stelle nach Verrentung nicht neu besetzen. Bis 2030 sollen 133 Stellen abgebaut werden. Stefan Lenz, stv. Vorsitzender des DJV-NRW, bezeichnet dies als einen Weg, "der einer derzeit schon hoch belasteten Belegschaft – fest wie frei – in den nächsten Jahren eine Menge abverlangen wird. Daher ist es gut und richtig, dass zu Beginn eines solchen Prozesses eine klare Aussage bezüglich Zielsetzung, Zeithorizont und Art der anstehenden Veränderungen erfolgt."
„ARD und ZDF und die ganzen dritten Sender kannst du schon längst einstampfen. Brauchst du alles nicht mehr.“ Oliver Pocher holte zu einem heftigen Rundumschlag gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland aus. Im Podcast "TOMorrow - Business. Stars. Lifestyle" von Tom Junkersdorf plädierte der Comedian für eine Reduzierung des journalistischen Angebots und stellte die Unabhängigkeit von Sendern sowie deren Medienschaffenden infrage. Aus Sicht des DJV spielt Pocher damit den Populisten in die Hände. „Wer behauptet, Medien berichten grundsätzlich nicht unabhängig, sollte Belege dafür liefern, statt Zweifel am Journalismus zur Pointe zu machen“, sagt DJV- Bundesvorsitzender Mika Beuster.
Mitte August angekündigt; Ende September schon abgewickelt: am 30. September 2026 endete die Arbeit der Rheinischen Redaktionsgemeinschaft (RRG). Es ist das bittere Aus jener Tochtergesellschaft von DuMont, die seit zwölf Jahren für die Berichterstattung in den Regionalteilen von Kölnischer Rundschau und Kölner Stadt-Anzeiger verantwortlich war. 63 Lokalredakteur:innen der RRG "entfallen", wie es in der Verlagsmitteilung heißt. Sie werden durch digitale Regio-Teams ersetzt, die mit Hilfe von KI Inhalte produzieren sollen.
Tarifrunde bei Deutscher Welle: Angebot inakzeptabel
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Mit der Deutschen Welle finden derzeit Tarifverhandlungen statt. Das in der zweiten Verhandlungsrunde am Dienstag vorgelegte Angebot ist aus Sicht der Gewerkschaften inakzeptabel, denn unter dem Strich entspricht das Angebot seitens des Senders weniger als ein Prozent Steigerung pro Jahr. Die Deutsche Welle wird aufgefordert, bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 14. Oktober ein deutlich besseres Angebot zu machen.
KI unterstützt immer häufiger bei journalistischen Routinen
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Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz gehört in vielen Medienunternehmen längst zum Alltag. Dies ist das Ergebnis einer Befragung unter Mitgliedern des AI for Media Network des BR in Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Universität der Bundeswehr München und der Hochschule Magdeburg-Stendal. Demnach nehmen mehr als 80 Prozent in ihrem Unternehmen eine befürwortende Haltung gegenüber KI wahr. KI-Tools werden bereits regelmäßig eingesetzt, insbesondere dort, wo sie journalistische Routinen unterstützen. Vor allem für Übersetzungen, Transkriptionen, Recherche, Themenfindung sowie die Produktion und das Bearbeiten von Texten wird KI genutzt. Nachholbedarf sehen die Befragten bei der technischen Integration von KI und bei der Datenkompetenz.
Der Bremer Bürgermeister Andreas Bovenschulte hat derzeit den Vorsitz im Bundesrat inne. Deshalb findet der zentrale Festakt zum 36. Jahrestag der Deutschen Einheit in der Hansestadt statt. Während Bremen mit einem großen Festprogramm und zahlreichen Gästen feiert, stellt der DJV eine leisere, aber hartnäckige Frage: "Was haben Sie aus Ihrer Zeitung oder Ihrem Medium erfahren, das Sie sonst nie gewusst hätten?" Jeder ist herzlich eingeladen, die Aktion zu Pressefreiheit und Lokaljournalismus mit einem persönlichen Statement zu unterstützen. Zu finden ist der DJV in Bremen am Osterdeich / Lüneburger Straße. Und wer nicht nach Bremen kommen kann, darf trotzdem mitmachen: mit einem Video "Pressefreiheit ist wichtig. Weil …" auf Instagram.
Während der zentrale Festakt zum Tag der Deutschen Einheit in diesem Jahr in Bremen stattfindet, versammeln sich zahlreiche Medienschaffende aus der gesamten Bundesrepublik und dem Ausland in Bonn. Dort findet derzeit das b° future festival für Journalismus und konstruktiven Dialog statt. Noch bis einschließlich Samstag, 3. Oktober, ist der DJV auf dem Münsterplatz in der Bonner Innenstadt präsent und lädt zu spannenden Diskussionen rund um KI, Lokaljournalismus und Medienregulierung. Am Samstag werden u.a. NRW-Medienminister Nathanael Liminski sowie WDR-Intendantin Katrin Vernau auf den vom DJV gestalteten Panels des Festivals erwartet.
Thomas Kaspar übernimmt zum 1. Februar 2027 die Chefredaktion des Evangelischen Pressedienstes (epd). Er kommt von der Verlagsgruppe Ippen; war von 2019 bis 2024 Chefredakteur der Frankfurter Rundschau.
Björn Odendahl ist seit 1. Oktober Chefredakteur des Online-Portals katholisch.de.
Angela Maier ist seit 1. Oktober Leiterin des Thementeams Banking & Finance und Mitglied der Chefredaktion der Börsen-Zeitung.
André Berthold hat die Leitung des ARD-Studios Prag übernommen. Der Journalist war zuletzt als Chef vom Dienst für „MDR Aktuell“ und das „ARD-Mittagsmagazin“ tätig. Er tritt die Nachfolge von Danko Handrick an, der in die MDR-Chefredaktion wechselt.
Martina Eßer hat sich nach 40 Jahren beim WDR verabschiedet. Am 30. September moderierte sie zu letzten Mal "WDR aktuell".
Bernhard Töpper prägte über Jahrzehnte die Rechts- und Gerichtsberichterstattung des ZDF. Der Jurist und Journalist starb im Alter von 81 Jahren.
Zitat der Woche
"Wenn die Lupe über unserer Arbeit immer größer wird, kann die Konsequenz doch nur sein, noch akribischer zu arbeiten, als es ohnehin der Anspruch sein sollte."
Markus Feldenkrichen (DER SPIEGEL) im "Journalist" zur Gewissenhaftigkeit im Umgang mit der AfD.
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